Coaching

Gibt es so etwas wie „toxische Mitarbeiter“? Klar gibt es die. Das sind die, die vor allem in brenzligen Situationen allen Beteiligten das Leben nicht unbedingt leichter machen. Redet man mit braven Vorgesetzten, dann sind solche toxischen Kollegen wie eine Naturerscheinung. Sie sind halt irgendwie einfach plötzlich da. Und man muss halt irgendwie mit ihnen klarkommen oder um sie herumkommen. Die mit einem ganz alten Personalführungsbüchlein im Regal gehen sogar dazu über, diese Spezies einfach in einem Sterbezimmer zu isolieren und zu warten, bis sie von selbst kündigt.

Laut der letzten Gallup-Umfrage arbeiten fast vier Sechstel der der Belegschaft nach dem Prinzip „Dienst nach Vorschrift“. Etwas mehr als ein Sechstel der Motivierten steht dagegen einem letzten Sechstel derer gegenüber, die bereits innerlich gekündigt haben.

Kann man diese fünf Sechstel aller Mitarbeiter „pushen“? Sicher geht das.

Das kann sogar relativ schnell funktionieren. Der Autor hat im Zuge von agilem Change Management wiederholt fasziniert dabei zugeschaut, wie längst abgeschriebene Kollegen innerhalb von Tagen plötzlich wieder zu Initiative und Commitment gelangen.

Was darüber hinaus und langfristig hilft ist Coaching.

Ziel

Ziel ist es, den Mitarbeitern ein Kontingent an persönlichem und vertraulichem Coaching zur Verfügung zu stellen und dieses bei Bedarf aufs ganze Team zu erweitern.

Vorbedingung

Modul „Agile“

Zeit-Vorschlag: ~1d/Monat

Das Team bekommt ein Kontingent von einer Coaching-Stunde pro Person und Monat. Diese können entweder in Einzelcoachings investiert werden oder – wenn angesammelt – in individuelle Team-Coachings bzw. in eins der im Angebot enthaltenen Coaching-Module.

Umrechnung

  • 4 persönliche Einzelstunden = 1 individuelle Teamstunde + 1 Stunde Nachbereitung
  • 8 persönliche Einzelstunden = 1 Modultag für ein Team-Coaching

Ergebnisartefakte

Verbitterung, Zynismus und destruktives Verhalten können durch die Coachings weitgehend minimiert werden. Zerrüttungen des Teams durch schwelende oder eskalierende Einzelkonflikte können frühzeitig gekittet und eingedämmt werden.

Handfeste Konsequenzen können sein

  • Bereitschaft beim Einzelnen, neue oder andere Verhaltens- und Reaktionsweisen zu erproben
  • Hinwirkung auf moderierte Team-Gespräche
  • Hinwirkung auf moderierte Einzelgespräche mit der Geschäftsführung oder dem Team z.B. bezüglich der Vergütung von Extra-Tätigkeiten oder hinsichtlich des Verhandelns von flexiblen Arbeitszeiten, begleitendem Studium, Teilzeit-Modellen, Sabatticals, beruflicher Nebenbeschäftigung oder Aufhebungsverträgen / Kündigung.
  • Hinwirkung auf moderierte Team-Gespräche mit der Geschäftsführung, mit dem Ziel der Änderung von Organisationsstrukturen oder der Beseitigung von Hindernissen.

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