Wikipedia-User Vonvon: Peter Bursch bei der Musikmesse in Frankfurt, 2015-05-16, published under https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Februar: Agiles Projektmanagement rules – und Peter Bursch!

Womit beginnt Peter Bursch seinen Gitarren-Kurs? Mit einem astreinen „minimal viable product“, dem kleinstmöglichen Produkt, das bereits einen Geschäftswert verspricht. Oder wie Peter es ausdrückt: „Der einfachste Griff der Welt.“ Gitarren-Unterricht als Beispiel für Agiles Projektmanagement – ick werd bekloppt. 😉

Agiles Projektmanagement, die Komplexität des Einfachen

Das war der Zauber der ersten mobilen Apple-Produkte. Dort, wo bei den anderen Anbietern die Installation schwer, die Geräte unhandlich, die Benutzerführung verwirrend und die Qualität unbefriedigend war, setzte Apple eine bewundernswerte Einfachheit bei hoher Qualität entgegen. Dazu kamen teils überraschende und neue Lösungen.

Ein ähnliches Gefühl der Eleganz beschleicht mich gerade, wenn ich beim Kunden über agile Sichtweisen und Methoden spreche.

  • Leichtgewichtige Stories mit Geschäftswert und ähnlicher Granularität, die mit Team und Kunde verhandelbar sind
  • Story Points als geeichtes Bauchgefühl für Komplexität,
  • die Team-Geschwindigkeit(Velocity) als entscheidende, empfindliche Größe, um zu planen, wann man wohl am Ziel sein wird
  • das User Story-Prinzip, dass der Empfänger seine Anforderungen mitteilt und diskutiert, aber die Lösung dem Adressaten überlassen bleibt
  • viel Kommunikation, aber möglichst sparsam und möglichst zielführend
  • kleine Schritte in Form von Geschäftswert-Inkrementen und kontinuierliche Verbesserung überall
  • alles Positive übernehmen und neben alles Negative eine alternative positive Lösung legen, die sich hoffentlich durchsetzen wird.

All diese Zahnräder greifen elegant ineinander, Fäden aus unterschiedlichen Richtungen laufen zusammen und es entsteht schließlich ein Zug in eine gemeinsame Richtung. Es ist faszinierend.

PS: Habe ich Apple gesagt?! Android. Android. 🙂

Juhuu, es ist ein Kunde

Zum ersten Mal in meinem Arbeitsleben erlebe ich den Prozess, wie man mit seinen Ideen auf andere zugeht, deren Problemstellungen und Vorschläge aufgreift, gemeinsam konstruktiv streitet und verhandelt und schließlich nicht nur ein Angebot, sondern auch ein unterzeichneter Vertrag auf dem Tisch liegt – Mann, ist das ein gutes Gefühl.

Wenn sich nur nicht die objektiv relativ kurzen Zeitabschnitte zwischen diesen Schritten wie halbe Ewigkeiten anfühlen würden. Ich bin wohl nur in mancherlei Hinsicht eine sehr geduldige Person… 😉

Der frühe Wurm kann mich viel öfter mal

Ein kleiner Traum wird wahr. Seit zehn Jahren frage ich mich, warum ich eigentlich in meiner kreativsten und produktivsten Zeit des Tages, zwischen 21:00 Uhr und 3 Uhr morgens, erschöpft die Erlebnisse meines Arbeitstages verdaue.

Jetzt habe ich die Gelegenheit, meist nicht all zu früh am Tage ein paar sehr fokussierte Stunden beim Kunden zu verbringen, um dann nach einer Pause genau diese produktive Zeit viel öfter als früher für den heimischen Teil meiner Arbeit zu nutzen. Perfekt!

Gründerklima im Kiez

Schon länger hatte ich den Plan, mich mehr lokal zu vernetzen und ein bisschen mehr Kiez-Identifikation herzustellen. Vor einigen Wochen ist mir bereits in diesem Kontext das Gründer-Netzwerk Lonex aufgefallen.
Vor ein paar Tagen nun recherchiere ich, weil ich für die Förderung durch die Agentur für Arbeit eine „Stellungnahme von fachkundiger Stelle“ benötige. Und just dringe ich von einem Verein zum nächsten vor, der dann auch Gründerberatung samt jener Stellungnahme anbietet: LOK, wie „Lokale Ökonomie“).

Heute hatte ich nun ein sehr nettes Telefonat. Bin gespannt, was ich da Anfang April zu erzählen haben werde.

Let’s do it again, Peter Bursch

Um wie beim letzten Mal auch an der Trivia nicht zu sparen: Er lebt noch, der Peter Bursch. Derjenige, der bei mir vor mehr als 25 Jahren für blutige Finger auf den Stahlsaiten der Western-Gitarre gesorgt hat, verkauft seine Bücher und CDs immer noch mit reißendem Absatz. Freue mich drauf, dass ich in den nächsten Wochen als amateurhafter Gitarren-Lehrer auf seine Unterstützung zählen kann. 🙂

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